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Licht von Sternen

Ein Stern mit einer Spitzenwellenlänge von 4000 Angstrom

Weil Sterne Licht mit verschiedenen Wellenlängen emittieren, haben sie unterschiedliche Farben. Sterne geben nicht nur eine Wellenlänge von elektromagnetischer Strahlung ab, sondern eine ganze Bandbreite von Wellenlängen. Wenn du auf die Menge an Licht schaust, die ein Stern an unterschiedlichen Wellenlängen abgibt, bekommst du einen Graphen, wie den, der rechts abgebildet ist.

Die Wellenlänge, von der der Stern den Großteil an Licht abgibt, wird die Spitzenwellenlänge des Sterns genannt. Die rechte Graphik zeigt, dass dieser Stern eine Spitzenwellenlänge von 4000 Angstrom hat.

Frage 2. Welche Farbe würde dieser Stern für deine Augen haben? Würde seine astronomische Farbe g-r größer oder kleiner als Null sein?
HINWEIS: Denk daran, dass die Größenordnungsskala umgekehrt verläuft, deswegen haben helle Objekte niedrige Größenklassen!

Nun weißt du also, dass Sterne verschiedene Farben haben, da sie unterschiedliche Spitzenwellenlängen haben. Aber warum haben Sterne verschiedene Spitzenwellenlängen? In der nächsten Forschungsaufgabe wirst du das für dich selbst feststellen.

Eine Simulation von Sternenlicht

Stell dir vor, dass du Licht beobachtest, das von einem Stern kommt. Du verwendest ein Prisma, um das Licht von der kürzesten bis zur längsten Wellenlänge zu spalten. (Wenn du noch nicht die "Versuch dies" Aufgabe ausprobiert hast, bei der du das von einer CD reflektierte Licht anschaust, solltest du es jetzt testen.) Nachdem du das Licht in Wellenlängen aufgespaltet hast, verwendest du nun eine elektronische Kamera, um zu messen wie viel Licht von jeder Wellenlänge (rot, gelb, infrarot, etc.) vorhanden ist.

Das SDSS Spektrogramm, von der Seite aus gesehen

Diese Anordnung - ein Prisma und eine elektronische Kamera - wird Spektrogramm genannt, und es ist eines der nützlichsten Werkzeuge der Astronomie. Ein Graph von einem Spektrogramm misst die Lichtintensität im Vergleich zur Wellenlänge; dieser Graph wird als Spektrum bezeichnet (die Mehrzahl ist Spektren). Bis zu dem Zeitpunkt in 2005, in dem die SDSS enden wird, wird sie über 1 Million Spektren gemessen haben.

Die beste Möglichkeit herauszufinden, was die Farbe eines Sterns verursacht, wäre die Durchführung von Experimenten an einem einzelnen Stern, wobei man ein paar seiner Eigenschaften ändern würde, um zu schauen welche Farbe entsteht. Natürlich können Astronomen nicht mit Sternen experimentieren, die riesig, komplex und unglaublich weit weg sind.

Da man kein kontrolliertes Experiment durchführen kann, versucht man stattdessen Computersimulationen. Die untere Simulation zeigt, wie das Spektrum und die visuelle Farbe eines Sterns aussehen würde, wenn man die Temperatur des Sterns ändert.

Erforsche 3. Öffne die Sternentemperatur Simulation. Du wirst das Spektrum eines Sterns sehen, der vom Computer simuliert wurde. Auf der linken Seite wirst du eine Simulation sehen, wie der Stern aussehen würde. Du kannst auf einen beliebigen Temperaturknopf klicken, um das simulierte Spektrum zu sehen, oder du kannst deine eigene Temperatur in das Kästchen eingeben.

Fällt dir eine Beziehung zwischen der Spitzenwellenlänge des Spektrums und der Temperatur des Sterns auf? Welche Temperatur erzeugt eine Spitzenwellenlänge in der blauen Region des Spektrums? Welche Farbe hat der Stern? Passen die Spitzenwellenlänge und die Farbe zusammen?

Finde einen Stern mit einer Spitzenwellenlänge in dem roten Bereich des Spektrums. Welche Farbe hat er? Finde die Spitzenwellenlänge eines Sterns, der rot erscheint. Wo ist die Spitzenwellenlänge?

Die menschliche Körpertemperatur beträgt etwa 310K. Wo ist die Spitzenwellenlänge des menschlichen Körpers? Warum glühst du nicht wie ein Stern?
HINWEIS: versuche langsam die Temperatur abzusenken, bis du bei 310 K angelangt bist. Wie verändert sich die simulierte Farbe?

Herausforderungsfrage: Kannst du irgendeine Temperatur finden, die grün erscheint? Warum oder warum nicht?

Auf der nächsten Seite lernst du mehr darüber, wie die Temperatur eines Sterns von seiner Farbe abhängt.